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Berühmte Persönlichkeiten aus Templin und Umgebung

 

Prokop von Templin (1608-1680), Schriftsteller und geistlicher Liederdichter der Barockzeit

 

1609 in Templin geboren, 1618 erlebte Andreas (sein bürgerlicher Name, Prokopius von Templin ist sein Ordensname) den großen Stadtbrand von Templin. 1627 trat er dem Kapuzinerorden bei und legte 1628 die Ordensgelübde ab, 1661 erschienen die ersten Predigten. Er hinterließ 576 Lieder, sechs Bände Schriften und 33 Bände Predigten.

 

Joachim Heinrich Rühl (1730-1798) Geheimsekretär und Kassierer der Generaldomänenkasse in Berlin,

Am 21. Dezember 1789 setzte der aus Templin Stammende testamentarisch fest, dass sein Vermögen in einer immerwährenden Stiftung erhalten bleibt zur Unterstützung wahrer Notleidender in seiner Geburtsstadt Templin. Die aufkommenden Gelder sollten der städtischen Armenkasse und St. Georgen zu gute kommen. Das Vermögen der Stiftung bestand aus Grund und Boden, Kapital, Möbeln und Sammlungen.

Nachforschungen im Landeshauptarchiv ergaben, dass es sich noch immer um eine rechtsfähige Stiftung handelt. 1997 wurde die Änderung des Stiftungszwecks der „Rühl'schen Stiftung" mit Sitz in Templin öffentlich bekanntgegeben. Damit wird ein über Jahrhunderte andauerndes Vermächtnis noch immer erfüllt.

 

Adolf Wilhelm Parisius (1786-1842)

Geboren am 05.03.1786 in Templin, war Parisius Rektor der Templiner Stadtschule und gleichzeitig Prediger in Gandenitz. Bei der Gründung des Templiner Männergesangsvereins „Sängerbund" am 26.08.1832 wurde er dessen musikalischer Leiter. Unter seiner Leitung erreichte der Verein in kurzer Zeit ein hohes künstlerisches Niveau. Die Einkünfte aus den Veranstaltungen des Vereins wurden oft den Armen der Stadt gespendet. Dem Männergesangsverein stand er bis zu seinem Tode zur Seite.

 

Friederike Krüger (1789-1848), preußische Soldatin. Friederike Krüger diente während der Befreiungskriege 1813-1815 als Mann verkleidet in der preußischen Armee. Sie wurde nach ihrem Tod auf dem St.-Georgen-Friedhof in Templin beigesetzt, ihr Grab ist dort heute noch zu sehen.

 

Franz (I.) von Holtzendorff (1804-1871)

Am 8. Februar 1804 wird August Friedrich Franz (I.) als achtes von zehn Kindern geboren und wuchs auf dem elterlichen Gut in Vietmannsdorf auf, bevor er eine standesgemäße Schulbildung genießen durfte. Er entwickelte sich zu einem liberal eingestellten brandenburgisch-preußischen Politiker, der sich über die Standesgrenzen hinweg setzte und für die Schaffung einer nationalstaatlichen Verfassung eintrat.

 

Franz (II.) von Holtzendorff (1829-1889)

Am 14. Oktober 1829 wird Franz von Holtzendorff als zweites von fünf Kindern geboren. Er verstarb am 5. Februar 1889 an einem Herzleiden in München, im Alter von 59 Jahren. (Die Familie derer von Holtzendorff gehört zu den ältesten Adelsfamilien, die in der Uckermark ansässig sind. Am 11.8.1297 wird erstmals ein Otto de Holtzendorpe (Riedel, CDB. A XIV 46) erwähnt. Dies ist nun schon über 700 Jahre her. Im 15. Jhd. zieht es Teile der Fam. aus ihrem Stammsitz, Holzendorf, bei Prenzlau in die südliche Uckermark, in die Gegend um Vietmannsdorf.)

Nach Beendigung seiner Schulzeit studiert er Rechtswissenschaften in Berlin, Heidelberg und Bonn, worin er 1852 promoviert. 1863 ist er Professor an der Berliner Universität und ab 1873 an der Münchner Universität. Franz v. H. ist maßgeblich an der Gründung des Deutschen Juristentages (1860) beteiligt, der das deutsche Recht pflegen und die Deutsche Rechtsordnung weiterentwickeln wollte. Schon mit 20 Jahren führen ihn viele Reisen ins Ausland - so nach Frankreich, Großbritanien, Italien und Russland. Er galt im Ausland als der berühmteste deutsche Jurist seiner Zeit. Sein Hauptanliegen ist die Erneuerung des Strafrechts und des Strafvollzuges, insbesondere die Abschaffung der Todesstrafe und eine Reform des Gefängniswesens.

In der Vietmannsdorfer Heimatstube gibt es eine kleine Ecke, die sich mit der Familie derer von Holtzendorff befasst, die das Geschick der Gemeinde über Jahrhunderte mitgeprägt hat.

 

Prof. Robert Eitner (1832-1905) Musikwissenschaftler

1832 in Breslau geboren, 1868 Gründung „Gesellschaft für Musikforschung" in Berlin, 1882 nach Templin gezogen, um in unserem kleinen Städtchen seine Forschungen fortzusetzen. Zwischen 1899 und 1904 entstand eines seiner bedeutendsten Arbeiten „Biographisch - Bibliographische Quellenlexikon der Musiker und Musikgelehrten der christlichen Zeitrechnung bis zur Mitte des 19. Jhd.". Für seine Verdienste wurde Robert Eitner 1902 in Berlin zum Königlichen Professor ernannt.

Zum Gedenken an sein Lebenswerk wurde am 13. Januar 1990 eine Gedenktafel, gestiftet von der Kantorei Templin, in der August-Bebel-Str.3 feierlich enthüllt.

 

Richard Kirstein (1844-1926), von 1890-1915 Pfarrer und Diakonus in Templin, Ehrenbürger seit 1916 in „dankbarer Anerkennung seiner langjährigen segensreichen Wirksamkeit und seiner Verdienste um die Stadt", er wurde am 9. Januar 1926 auf dem St.-Georgen-Friedhof in Templin beigesetzt

 

Gustav Lehmann (1853-1928) Pädagoge und Botaniker, er war ab 1880 Lehrer am Joachimsthalschen Gymnasium und kam mit diesem 1912 nach Templin, wo er zu Lehr- und Versuchszwecken einen Botanischen Garten (Schulgarten) an der Schule anlegte (heute: Lehmann-Garten).

 

Wilhelm Wilcke (1885-1979) Heimatmaler

Wilhelm Wilcke wurde am 01.09.1885 als Sohn eines Kaufmannes in Templin geboren. Nach einer Lehrerausbildung und anschließendem Studium der Landschaftsmalerei an der Kunstakademie in Breslau und Berlin, sowie mehrerer Mal- und Studienreisen kehrte er 1943 nach Templin zurück. Er gehörte dem Verband Bildender Künstler an und war in Templin im Rahmen des Kulturbundes und der Denkmalpflege tätig. Seine Landschaftsbilder und Aquarelle sind im In- und Ausland bekannt. Nach einer schweren Erkrankung zog er 1964 zu seiner Tochter nach Köln, wo er seinen Lebensabend verbrachte.

 

Hans Philipp (1887 – 1962) Studienrat und Historiker

Der Studienrat und Historiker Hans Philipp hat viele Jahre am Joachimsthalschen Gymnasium in Templin gewirkt. Seine Kraft stellte er auch in den Dienst der Stadt Templin. Jahrelang war er Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und erforschte die Geschichte Templins. Die Ergebnisse dieser intensiven Arbeit fasste er 1925 in dem Buch „Geschichte der Stadt Templin“ zusammen. Dieses Werk wurde stark nachgefragt. Zur  725 – Jahr - Feier der ersten urkundlichen Erwähnung erschien im Jahr 1995 eine Neuauflage.

 

Minna Ostrowski (1897-1967) Widerstandskämpferin

Minna Helene Sohn wurde am 6. Dezember 1897 in Planitz, Kreis Zwickau, geboren. Als Tochter eines Gewerbetreibenden erlernte sie nach ihrer Schulbildung den Beruf einer Verkäuferin. 1927 heiratete sie Wilhelm Ostrowski. 1928 wurde sie Mitglied der KPD. In der Nacht des Reichstagsbrandes wurde ihr Mann verhaftet, am nächsten Tag wurde sie abgeholt. Beide wurden nach 6 Monaten wegen Mangel an Beweisen wieder frei gelassen. Sie emigrierten nach Holland. Minna Ostrowski hielt als Kurier die Verbindung zu illegalen Gruppen in Deutschland aufrecht. 1940 bis 1945 war sie im KZ Ravensbrück, wo ihr während des Todesmarsches die Flucht gelang. Bei einem Zwischenaufenthalt in Templin erhielt sie die Nachricht vom Tod ihrer Mutter sowie ihres Mannes. Sie war Trägerin des „Vaterländischen Verdienstordens" und der „Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus".

 

Erna Taege-Röhnisch (1909-1998), Schriftstellerin und Mundartautorin, sie wurde 1909 in Bebersee geboren und lebte bis zu ihrem Tode in Templin, seit 1993 ist sie auch Ehrenbürgerin der Stadt Templin, ihren Nachlaß überließ sie der Stadt Templin

 

Heinz Jankowsky (1935-2002) Karikaturist

Er wurde am 28. September 1935 in Berlin geboren. Am 2. Mai 2002 verstarb er in Bebersee (OT Groß Dölln). Er hat 30 Jahre sein Hobby zum Beruf gemacht. Seine Karikaturen und Cartoons mit den Nasenmenschen sind bekannt aus dem „Eulenspiegel", der „NBI" oder der „Super Illu".

 

Angela Merkel  (geb. 1954 in Hamburg)

Angela Merkel, geb. Kasner wurde am 17. Juli 1954 in Hamburg geboren. Nur wenige Wochen waren ihr in Hamburg vergönnt. Ihre Eltern zogen in die DDR. Ein Weg der selten war. Ihr Vater nahm den Auftrag an, die Berlin-Brandenburgische Landeskirche zu unterstützen, da dort ein beträchtlicher Pfarrermangel herrschte. Horst Kasner und seine Frau entschieden sich für ein Leben in der Diktatur, das für sie und später auch für ihre 3 Kinder nicht einfach war.

Nach drei Jahren Arbeit in der Pfarrstelle Quitzow bei Perleberg zog man nach Templin wo Herr Kasner nicht nur als Pfarrer sondern auch pädagogisch tätig war und das spätere „Pastoralkolleg" aufbaute und leitete.

 

Hier in Templin verlebte Angela ihre Jugend und erfuhr wichtige Prägungen. Dramatisch für Familie Kasner war natürlich der 13. August 1961. Mit dem Mauerbau gab es kein zurück mehr und auch die verwandtschaftlichen Beziehungen litten darunter.

In der Schule gehörte Angela immer zu den besten. Ihre besonderen Fähigkeiten und Begabungen hatte sie in Mathematik und Russisch, wo sie auch über Jahre besonders gefördert wurde. So führten sie ihre sehr guten Leistungen bei den „Mathe-Olympiaden" bis zur DDR-Ebene und bei den Russisch-Olympiaden ging es sogar bis nach Moskau zum internationalen Wettstreit.

Nach einem glänzenden Abitur begann sie 1973 das Physikstudium in Leipzig .

1978 schloss sie ihr Studium ab und nahm in Berlin an der Akademie der Wissenschaften ihre Arbeit in der Abteilung Physikalische Chemie auf. Zwölf Jahre war sie dort in der Forschung tätig und promovierte in dieser Zeit.

 

Der Zusammenbruch der DDR führte Angela Merkel  über den Demokratischen Aufbruch 1990 zur CDU und eine wohl einmalige politische Karriere nahm ihren Anfang.

Über den Wahlkreis Stralsund-Rügen führte ihr Weg direkt in den ersten gemeinsamen Deutschen Bundestag.

Im Herbst 1991 kandidierte sie zur Landesvorsitzenden der CDU Brandenburg. Sie scheiterte leider am Gegenkandidaten Ulf Fink und damit wurde Mecklenburg-Vorpommern zu ihrer „politischen Heimat". Die Verbindung zu ihrer Heimatstadt Templin bezog sich damit nur auf  ihr Elternhaus und ihr Wochenendhaus in der Nähe Templins.

In der Regierung Kohls bekleidete sie von 1990 - 1998 zwei Ministerämter und wurde bereits im Dezember1991 zur stellvertretenden CDU Vorsitzenden gewählt.

Ihr Weg führte sie weiter über den Generalsekretär der Partei am 10. April 2000 zur Vorsitzenden der CDU. Am 30. Mai 2005 wurde sie von den Präsidien der CDU/CSU zur Kanzlerkandidatin nominiert  Nach dem äußerst knappen Wahlergebnis der Bundestagswahl im Herbst 2005 gelang es ihr dann, in harten Koalitionsverhandlungen eine tragfähige Bundesregierung auf die Beine zu stellen und so konnte sie sich dann am 22. November 2005 im Deutschen Bundestag der Wahl zur Bundeskanzlerin stellen, die dann mit einem klaren  Votum für sie endete.

 

 
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